Sankt Martin

Am 11. November feiern wir das Fest des heiligen Martin. In der Zeit, in der Martin lebte (geboren ist er 316 oder 317), wurden die Söhne schon früh zum Militärdienst eingezogen. Martin wurde so gegen seinen Willen Berufssoldat. Aber er war ganz anders als seine Kameraden. Obwohl er nicht getauft war, verhielt er sich christlich, was in der damaligen Zeit nicht selbstverständlich war. Er war gütig, geduldig und bescheiden gegenüber den anderen, groß war seine Nächstenliebe.   Einmal, im Winter, ritt Martin mit einem Soldatenmantel bekleidet auf die Tore der französischen Stadt Amiens zu. Dort traf er auf einen frierenden Bettler. Viele Leute waren schon an ihm vorbeigegangen, ohne zu helfen. Doch Martin hielt an, teilte mit dem Schwert seinen Mantel und reichte eine Hälfte dem Armen. In der folgenden Nacht erschien Jesus Martin im Traum – bekleidet mit der Mantelhälfte, die Martin dem Armen gegeben hatte. Dies sah der heilige Martin als ein Zeichen an und ließ sich, als er 18 Jahre alt war, taufen. Im Alter von 40 Jahren verließ Martin die Armee, wurde Mönch und 371 Bischof von Tours (deshalb stellt ihn die Zeichnung auch mit der Mitra, der Bischofsmütze dar). Der heilige Martin ist am 8. November 397 gestorben.   Zum Fest des heiligen Martin gibt es viele Bräuche. Der bekannteste ist der Martinsumzug, bei dem Kinder mit ihren Laternen durch die Straßen ziehen und Lieder singen. Angeführt wird der Martinszug oft von einem Mann in einem roten Mantel und römischer Rüstung, der auf einem Pferd reitet und Martin darstellen soll. Der Zug endet an einem Martinsfeuer. Auch das Martinssingen ist ein weitverbreiteter Brauch. Dabei ziehen die Kinder mit ihren Laternen nach dem Martinszug von Haus zu Haus, singen Lieder und erbitten so Süßigkeiten.

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