Fastenessen in Kloppenheim für ein Misereorprojekt

"Wasser in der Halbwüste" Der dritte Fastensonntag begann bei St. Johannes Nepomuk, gemeinsam mit der kroatischen Gemeinde, mit einer Eucharistiefeier, zelebriert von Pfarrer Bernd Schirmer unter Cozelebration von Pater Marijan Petricevic und Diakon Mato Valjar. Im Anschluss an den Gottesdienst traf sich alles zum traditionellen „Misereor Essen“, zu dem der Ortsrat von St. Joh. Nepomuk Kloppenheim und Mariä Geburt Okarben, sowie die Frauengemeinschaft (Kfd) in das Pfarrheim eingeladen hatten. Zum dritten Mal in Folge galt dabei das Augenmerk den Menschen in den einander benachbarten Diözesen Yola und Maiduguri im Nordosten Nigerias, wo vor allem in der Trocken-zeit, Wasser ein sehr knappes und damit kostbares Gut ist. Wassermangel und schlechte Wasserqualität sind dort ein großes Problem mit drastischen Folgen. So sterben 72 von 1000 Kindern, bevor sie fünf Jahre alt werden – hauptsächlich an Krankheiten, die auf verkeimtes Wasser zurückzuführen sind. Abholzung, Übernutzung der Böden und Bodenerosion haben viele Ackerflächen unfruchtbar werden lassen. Die Landwirtschaft wirft immer geringere Erträge ab – steigende Lebensmittelpreise und Hunger sind die Folgen. Um die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrung und vor allem mit sauberem Trinkwasser zu sichern, wird mit Hilfe von Misereor von den beiden Diözesen Yola und Maiduguri ein umfassendes und nachhaltiges Wasser- und Bodenschutzprogramm umgesetzt. Mit den Einnahmen aus dem diesjährigen „Misereor – Essen“ in Höhe von 1050 Euro wird es den Menschen dieser Region über Misereor ermöglicht, beispielsweise Brunnen anzulegen, Zisternen zu errichten, und verschmutztes Wasser mit Sand-Kohle-Filter zu reinigen. Durch den Bau von größeren Staubecken können ganze Dorfgemeinschaften in der Trockenzeit ihre Felder bewässern und so bessere Ernten erzielen. Schon jedes einzelne Element des Wasserprogramms eröffnet den Dorfbewohnern neue Perspektiven – als Gesamtkonzept bedeuten sie eine deutliche Verbesserung der Lebenssituation ganzer Dörfer. Bei allen Maßnahmen der diözesanen Wasserprogramme wird die Bevölkerung mit eingebunden. So bringen sich die Dörfer mit Hilfeleistungen und Baumaterialbeschaffung ein. Durch diese Beteiligung und Mitverantwortung ist gewährleistet, dass sich die Bevölkerung langfristig selbst um ihre Brunnen und Zisternen kümmert. Vor allem vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren zunehmenden Selbstmord-anschläge in Nigeria durch die islamistische Sekte „Boko Haram“ kommt der kirchlichen Entwicklungsarbeit ohne Ansehen der Religionszugehörigkeit auch eine friedensfördernde Bedeutung zu. Die Bekämpfung der Armut und eine Identifikation mit dem Gemeinwesen sind unabdingbar, um in Nigeria Frieden zu schaffen. Beide Ziele verfolgen die Projekte in Yola und Maiduguri. Die Veranstalter möchten den zahlreichen Besuchern von Herzen für ihre Teilnahme am Essen danken. Auch gilt der Dank all denen die durch ihre Geld- und Naturalspenden, sowie durch ihre Mithilfe dazu beigetragen haben, dass der gesamte Verkaufserlös an Misereor für die vorerwähnten Projekte überwiesen werden kann. Malcharczik Ausschuss für karitative und soziale Aufgaben

Autor: Alfred Lauschke

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