Senioren folgen den Spuren Einhards vom Odenwald zum Main

Bei herrlichem Sonnenschein starteten 46 Reiseteilnehmer der ökumenischen Senioren-Gemeinschaft von St. Johannes Nepomuk Karben-Kloppenheim, zu ihrem Tagesausflug auf Einhards Spuren vom Odenwald zum Main. Auf das Reiseziel kam man, da in diesem Jahr, sowohl in Michelstadt als auch in Seligenstadt das 1200 jährige Bestehen gefeiert wird. Der Grund dafür ist die Schenkung der Mark Michelstadt und das einst königliche Hofgut Mulinheim, das heutige Seligenstadt, durch Ludwig dem Frommen am 11. Januar 815, an Einhard und seine Frau Imma, als Dank für seine Leistungen. Einhard war Ratgeber Karl des Großen und Ludwig des Frommen und bekleidete viele Ämter und Positionen. In Michelstadt angekommen, begann das Tagesprogramm mit einer Eucharistiefeier in der Pfarrkirche St. Sebastian, bei der der Geistliche Rat Michael Ritzert, früherer Pfarrer von Friedberg, in seiner Predigt auch auf Einhard und das 1200 jährige Jubiläum einging. Die Lesungen und Fürbitten wurden von der Lektorin Ursula Unkelbach und vom Diakon Biermann vorgetragen, während der Organisten Udo Lorenz aus Karben auf der Späth-Orgel den Gesang begleitete. Nach dem Mittagessen im Restaurant „ Michelstädter Hof“, ging es zur Besichtigung der Einhard - Basilika, die bereits 817 von Einhard in Steinbach, einem heutigen Stadtteil von Michelstadt, errichtet wurde. Nach der Fertigstellung wollte Einhard die Kirche als Wallfahrtskirche aufwerten in dem er sie mit wertvollen Reliquien ausstattete, die er, wie es zu dieser Zeit üblich war, aus Rom „besorgte“. Es waren die Gebeine der Heiligen Marcellinus und Petrus, die Anfang des 4.Jahrhunderts, bei der Christenverfolgung, ihr Martyrium erlitten. Diese Reliquien blieben jedoch nicht lange in der Basilika in Steinbach. Veranlasst durch zahlreiche Traumerscheinungen seiner Diener und das „Blutschwitzen“ der Gebeine kam Einhard zu dem Schluss, dass sich die Heiligen offensichtlich in Steinbach nicht wohl fühlen. Er ließ die Gebeine daraufhin nach Seligenstadt verbringen, wo er ihnen eine neue Basilika errichtete und eine Benediktiner-Abtei gründete. Wir begaben uns, wie einst Einhard mit den Reliquien, vom Odenwald zum Main und erfuhren bei einer Führung in der Seligenstädter Einhardsbasilika, vieles über Einhard, den Reliquenschatz, die Kirche und die Stadt. Nach der Führung kehrten die Reiseteilnehmer im Klostercafe ein, machten einen Stadtbummel oder besuchten den ausgedehnten Klostergarten, bevor die Heimfahrt nach Karben angetreten wurde. Willi Malcharczik Seniorenbeauftragter der Pfarrei

Autor: Alfred Lauschke

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