Ökumenischer Friedensgottesdienst am Sonntag, den 19. November um 18 Uhr in St. Bonifatius Karben

Seit 2009 feiern die katholischen und evangelischen Gemeinden in Karben  gemeinsam  einen ökumenischen Friedens-Gottesdienst. Auch in diesem Jahr. Wie jedes Jahr orientiert sich der Gottesdienst an dem Vorschlag der Ökumenischen FriedensDekade. Die Ökumenische FriedensDekade findet jedes Jahr in den zehn Tagen vor dem Buß-und Bettag statt. Da sie zehn Tage umfasst, trägt sie den Namen „Dekade“. Die Idee einer Friedenswoche entstand ursprünglich, um das Engagement der Kirchenmitglieder für Friedensfragen zu stärken und die Politik diesbezüglich zu unterstützen. Bis heute stehen die Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung im Mittelpunkt. Die ausgewählten Bibelstellen zum diesjährigen Motto „Streit!“ stehen in Matthäus 20,20–28 (Streit unter den Jüngern) und in Jeremia 22,1–5 (Sorge für Gerechtigkeit). "Streit!" so lautet das Motto der Ökumenischen FriedensDekade 2017 Die Auswahl des Mottos erklärt Jan Gildemeister, Vorsitzender der Ökumenischen FriedensDekade e. V. und Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), folgendermaßen: „Mehr noch als in der Vergangenheit scheint es notwendig, angesichts zunehmender Rüstungsausgaben für einen Ausbau ziviler Friedenspolitik zu streiten". Weiter führt er aus: „Zugleich gelte es, angesichts eines anwachsenden Populismus und eines zunehmenden Nationalismus eindeutig Position zu beziehen. Mit dem Motto wollen wir deutlich machen, dass es nicht sein darf, Andersdenkende zu stigmatisieren oder auszugrenzen.   Wir wollen dazu ermutigen, im Protest und Widerstand immer auch den demokratischen Umgang miteinander zu wahren." Besonders auch die Menschen, die sich - aus welchen Gründen auch immer - von der Gesellschaft und der Politik ausgeschlossen oder nicht wahrgenommen fühlen, müssen bei allem Streit in der Sache mitgenommen werden. Streit und Konflikte gehören zur Demokratie dazu, sind sogar Voraussetzung dafür."   Malu Dreyer, Schirmherrin der diesjährigen Dekade, führt in ihrem Grußwort aus: „Die Ökumenische FriedensDekade steht in diesem Jahr unter dem Motto „Streit!“ und streiten können muss man in einer Demokratie. Wer nicht streiten kann, der kann sich auch nicht einsetzen für das, woran er glaubt. Konflikt-und Dialogbereitschaft sind besonders wichtig für eine gesunde Demokratie. Man muss auch mal streiten, um die Perspektive zu wechseln und vielleicht einen neuen Blick auf alte Herausforderungen zu bekommen. Für jeden guten Kompromiss ist es schließlich entscheidend, dass beide Seiten sich gesehen fühlen. Wir leben in angespannten Zeiten und das politische Weltgeschehen schreitet mit besonderer Dynamik voran. Wir leben aber auch in Zeiten der einfachen Formeln und der schnellen Antworten. Durch die Digitalisierung der Gesellschaft erreichen uns Botschaften des Hasses und der Intoleranz schneller und direkter. Hier sind wir alle gefragt, dagegen zu halten und uns nicht weg zu ducken. Es braucht Zeit und Geduld, sich auf den Anderen einzulassen. Es lohnt sich aber immer, sich diese Zeit zu nehmen und Werbung für die friedliche Auseinandersetzung zu machen.“   Quellen: http://www.oekumene-ack.de http://www.friedensdekade.de https://de.wikipedia.org/wiki/Friedensdekade    

Autor: Karin Scholz

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