Gottes Schöpfung ist sehr gut! Weltgebetstag der Frauen

Unter diesem Motto steht der Gottesdienst zum Weltgebetstag 2018, der von Frauen aus Surinam, einem Staat in Südamerika erarbeitet wurde. In der ersten Schöpfungserzählung (Gen 1,1 – 2,3) geht es um gemeinsame „nachhaltige“ Wachstumsprozesse! Alle Männer und Frauen sind Vertreter Gottes. Als göttliches Ebenbild sollen sie das gemeinsame Haus aufbauen, wie es ganz am Anfang der Bibel erzählt wird. Ihr Herrschaftsauftrag ist ein „Hüteauftrag“, weil alle zusammen- leben – auf Dauer! Es geht um die gemeinsame Sorge für die Schöpfung, gegen eine Überordnung von Mann über Frau, Mensch über Natur, Besitzenden über Beherrschten. Surinam hat mit vielschichtigen Umweltproblemen zu kämpfen. An der Küste schreitet die Erosion rasant voran, weil die großen Mangrovenwälder zunehmend verschwinden. Ein Teil wird für den Häuserbau abgeholzt, ein anderer fällt dem steigenden Meeresspiegel zum Opfer. Dabei sind es gerade die Mangroven, die Schutz bieten gegen Wetterextreme. Zudem sind sie die Kinderstube vieler tropischer Fischarten und ein wichtiger CO2­Speicher. Mit Wellenbrechern vor der Küste soll deshalb versucht werden, dem Mangrovensterben Einhalt zu gebieten. Der Export von Gold, Öl und (bis 2015 noch) Bauxit ist Surinams wirtschaftlicher Motor und macht 85 % der Exporterlöse aus. Der Preis ist aber hoch: Für die Gewinnung von Bauxit wurde in den 1960er Jahren der Brokopondo Staudamm mit einem riesigen Wasserkraftwerk angelegt. Eine Fläche, dreimal größer als der Bodensee, wurde geflutet. Dadurch verloren mehr als 10.000 Maroons ihre Jagdgebiete, religiösen Stätten und Gräber. Durch den massiven Goldabbau wird das Trinkwasser mit Quecksilber verseucht, Regenwald wird gerodet und soziale Konflikte um Land und Einkommen sind die Folge. Wenn hier kein Umdenken erfolgt, sind die Schäden nicht mehr umkehrbar und katastrophal. Eine Möglichkeit, über die immer mehr diskutiert wird, ist sanfter Tourismus. Denn man hat erkannt, dass nur eine intakte Umwelt attraktiv ist. In Karben wird der Gottesdienst gefeiert am Freitag, 2. März Bitte beachten Sie die Plakate: Evangelische Gemeinden in Groß-Karben, Klein-Karben und Rendel und katholische Gemeinde St. Bonifatius 19.00 oder 19:30 Uhr Gottesdienst und anschließend Feier mit Essen im Gemeindehaus in St.Michaelis, Klein-Karben. Kloppenheim, Okarben und Burg-Gräfenrode 19.00 Uhr Details zur Veranstaltung im Gemeindesaal in Kloppenheim standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Petterweil 19.00 Uhr Gottesdienst in St. Bardo; anschließend Buffet Surinam im Überblick Land: Staat in Südamerika. Mit einer Fläche von ca. 164.000 km das  kleinste, unabhängige Land und eines der ärmsten in Südamerika. Ende der Sklaverei: 1863; Bürgerkrieg: 1986 – 1992 Hauptstadt: Paramaribo Nationalfeiertag: 25. November; Tag der Unabhängigkeit von den Niederlanden im Jahr 1975. Klima: Tropisch, zwei Regenzeiten, 23 – 32 °C. Einwohner: 550.400 (ca. 3 Einwohner pro km) Bevölkerung: 90 % leben küstennah. Die Hälfte der Gesamtbevölkerung in Paramaribo. 38% sind afrikanischer, 34% indischer Herkunft und18 % stammen aus Java. Daneben gibt es indigene Völker, Chinesen, Araber und Europäer. Sprache: Amtssprache ist Niederländisch. Daneben die Kreolsprache Sranantongo und Englisch. Weitere: Hindi, Javanisch, Arabisch und Chinesisch. Umweltschutz: Mehr als 80% der Fläche besteht aus Regenwald mit mehr als 1.000 Baumarten. Starke Gefährdung durch Rodungen und Quecksilberbelastung als Folge von ca. 2– 3.000 legalen und illegalen Goldminen. Geographie: Die Küstenebene ist sumpfig. Dahinter steigt das Land stufenförmig an und bildet die Surinam­ Hochebene mit verschiedenen Gebirgsketten im Süden. Religionen: 48% sind Christen, ca. 25% Hindus und ca.20 % Muslime. Staatsform: seit 2010 Republik mit Präsidialverfassung. Präsident Desi Bouterse (seit einem Putsch 1980 mit Unterbrechungen an der Regierung beteiligt.)  

Autor: Karin Scholz

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