Wanderung Amöneburg „Die Gemeine unterwegs“

Eine große Gruppe von 50 Personen nahm am 3. Oktober 2018 an dieser von Horst Leinweber wieder glänzend vorbereiteten und geleiteten Tour des Fördervereins St. Johannes Nepomuk und Mariä Geburt Karben e.V. teil. Teilnehmer aus den Karbener Stadtteilen starteten gegen 9:00 Uhr mit einem komfortablen Reisebus zur Fahrt ins Marburger Land. Die Stadt Amöneburg war das erste Etappenziel. Die auf dem Basaltberg gelegene historische Stadt nahm alle in ihren Bann. Die pittoreske Stadt mit ihren engen Gassen und Fachwerkhäusern begeisterten Wanderin und Wanderer. Der geschichtliche Blick zurück in die Entstehungsepoche der „ Stadt auf dem Berg“ hat tiefe Eindrücke hinterlassen. Hier durfte die Erinnerung an die hiesige Wirkungsstätte des Heiligen Bonifatius nicht fehlen. Beeindruckt waren alle von dem phantastischen Rundblick auf die Dörfer und Landschaften, als die Gruppe auf dem 2 km langen Mauerrundgang der ehemaligen Burg entlang wanderte. Am Bus angekommen wartete eine zünftige „Brotzeit“ in Form von Siedewürsten mit Brot und verschiedene Blechkuchen, die zum Kaffee gut mundeten. Nun trennte sich die Wandergruppe auf. Diejenigen, die „gut zu Fuß“ waren, traten die 2. Etappe der Tour an, während der andere Teil es vorzog, bis zum nächsten Treffpunkt, den Bustransfer in Anspruch zu nehmen. Vom Plateaux des Berges ging es zunächst hinunter zu dem Fluss Ohm, von dem die Stadt Amöneburg nach den Überlieferungen ihren Namen erhielt. Die hier im 3. Jh. v. Chr. ansässigen Kelten gaben dem Fluss Ohm damals den Namen Amana, woraus die heutige Ableitung sich erklärt. An dem Brückenübergang des Flusses, an dessen Stelle im 18 Jh. eine geschichtsträchtige Schlacht mit französischen Truppen stattfand, ist eine seit 1248 noch intakte Getreidemühle zu bestaunen. Von hier ging es „auf Schusters Rappen“ nun im Amöneburger Becken weiter zu dem Stadtteil Mardorf. In dem mittelalterlichen Wehrturm – angrenzend an die barocke Kirche – bewunderten alle die aus der Zeit um 1270 stammenden frühgotischen Wandmalereien. Sie zeigen u.a. die barmherzigen Taten der Heiligen Elisabeth. Die nächste Etappe führten Wanderin und Wanderer nun in den an der südlichen Nahtstelle des Amöneburger Beckens gelegenen Elbsdorfer Grund. Das Ende des 19. Jh. errichtete Schloss Rauischholzhausen mit dem von Heinrich Siesmayer gestalteten englischen Landschaftspark fand die Bewunderungen aller Tourteilnehmer. Die Kaffeepause am Busstandort war eine angenehme Erholung. Während einige Wenige den Bustransfer zur nächsten Treffpunkt vorzogen, ging es für die „Fußtruppe“ auf die nächste Etappenreise. Zunächst durchschritten sie den etwa 30 Hektar großen Schlosspark und genossen dann auf romantischen Wegen die schönen Ausblicke auf das Marburger Land. Unterhalb der 1431 errichteten Wittelsberger Warte trafen alle aus der Wandergruppe wieder zusammen. Von hier aus ging es dann zur Schlussrast nach Frauenberg, das durch die von der Tochter der Heiligen Elisabeth, Sophie von Brabant, errichteten Burg bekannt wurde. Hier nahm alle ein schönes Restaurant auf, in dem bei köstlichen Speisen und Getränken in gemütlicher Atmosphäre die Erinnerungen und Erlebnisse der Tour ausgetauscht wurden. Gegen 20:00 Uhr waren alle wieder in Karben zurück. Besonderer Dank wurde dem Wanderführer für seine hervorragende Organisation und Durchführung der Tour gezollt.

Autor: Alfred Lauschke

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