Kirchenentdeckung in St. Johannes Nepomuk

Kirchenentdeckung? Sie ist doch weithin sichtbar, die St. Johannes Nepomuk-Kirche oben auf dem Berg. Wieso also sie entdecken? Doch nicht das Äußere, sondern das Innere steht bei der alljährlichen Kirchenentdeckung, die die Pfarrgruppe Karben für die Kommunionkinder im Rahmen eines Wortgottesdienstes anbietet, im Mittelpunkt. Am 02.Februar 2020 feierten Frau Rettinghaus und Frau Sailer mit uns Eltern und unseren Kindern in St. Johannes Nepomuk diesen Wortgottesdienst.

Wie bei jedem Kirchenbesuch war unser erster Gang zum Weihwasserbecken am Eingang, wo jeder von uns mit dem gesegneten Wasser das Kreuzzeichen machte. Dann ging es ans Suchen und Entdecken. Wer findet außen an der Kirchenmauer den Grundstein? Wie alt ist unsere Kirche und was ist wohl alles in diesem Grundstein enthalten?

Richtig, AnnoDomini 1965 wurde mit dem Bau von St. Johannes Nepomuk begonnen - somit ist die Kirche nun 55 Jahre alt. Im Inneren der Kirche begaben wir uns zum Taufbrunnen, an dem Menschen (meist Kinder) in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen werden. Dieser steht in St. Johannes Nepomuk in einer der hinteren Nischen der Kirche, wo wir auch alle gemeinsam unseren Glauben bekannten.

Bei unserer Erkundung durften wir uns alle auch um den Altartisch versammeln. Wussten Sie, dass unter dem Altartuch an jeder Ecke ein Weihekreuz eingemeißelt ist, auf dem der Bischof bei der Weihe des Altares je ein Feuerchen zur besonderen Reinigung entzündet? Nein? Wieder haben wir etwas dazugelernt. Aber wo sich die geweihten Hostien in der Kirche befinden, war den Kindern bekannt. Der kunstvoll verzierte Schrein, der nur von Pfarrer oder Kommunionspendern geöffnet wird, steht links neben dem Altar und wird Tabernakel genannt. Das brennende ewige Licht zeigt an, dass sich der Leib Christi im Tabernakel befindet. Besondere Aufmerksamkeit schenkten wir auch dem großen Fensterbild, auf dem sieben Bilder für die sieben Sakramente eingearbeitet sind.
Die meisten von ihnen mit einem roten Kreuz, der Farbe der Liebe untermauert.

Auch die Stationen/Bilder aus dem Leben Jesu, der Kreuzweg an der Wand, wurde erklärt. Zwischendurch sangen und beteten wir, bevor uns Frau Rettinghaus mit einem Segensgebet entließ.

Nach dem Wortgottesdienst hatten wir die Möglichkeit, mit Gosia und Sarah einmal "hinter die Kulissen" zu schauen. In der Sakristei und im Umkleideraum der Ministranten wurden uns die farbenfrohen Gewänder der Pfarrer und Ministranten gezeigt, die je nach Zeitpunkt im Kirchenjahr in Weiß, Grün, Violett oder Rot angezogen werden. Aber wie verhält es sich mit den vielen einzelnen Kleidungsstücken, die bei den Gewändern des Pfarrers hängen? Mit viel Freude und Geduld erläuterte uns unsere Küsterin Gosia das Amikt (Schultertuch), die Albe (das weiße Unterkleid), das Zingulum, die Stola…

Unsere engagierte Katechetin Sarah berichtete uns von ihrer Freude als Ministrantin, dem Gebet vor und nach dem Gottesdienst mit dem Pfarrer vor dem Kreuz und lud alle Kinder ein, doch selbst Teil der Ministrantenschar zu werden. Gerne würde sie ein Treffen für alle Interessierten organisieren, bei dem unsere Kinder und auch alle Kinder, die Interesse haben, teilnehmen können.

Für uns war es ein Gottesdienst der besonderen Art und wir bedanken uns bei Ursula Rettinghaus, Sabine Sailer, Gosia Tretowicz und Sarah Al Rachid für ihre Zeit, ihr Engagement und die Beantwortung unserer Fragen.

 

Autor: Karin Scholz

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