Trinkwasserprojekte in Westkamerun

Trinkwasserprojekte in Westkamerun

Die Pfarrgruppe Karben will in Zusammenarbeit mit dem Verein Technik ohne Grenzen (s.auch. www.teog.ngo/teog_rg/rhein-main/) zwei Brunnenprojekte in der Heimatgemeinde der „Ferienvertretung 2019“, Pfarrer Hugo Poka, realisieren! Wie kam es dazu? Letztes Jahr im Sommer sprach Pfarrer Hugo Poka mich und seinen Cousin Edgar Tchuente Tagheu auf dem Pfarrfest in Karben an, ob wir ihm nicht helfen könnten, Brunneprojekte für seine Gemeinden ins Leben zu rufen. Und wir haben einen Weg gefunden – durch den Verein Technik ohne Grenzen (TeoG), der bereits viele Projekte dieser Art in Afrika umgesetzt hat.
Bild 1,2,3: Höhenlage, Weg zur Wasserstelle außerhalb des Ortes, Feldarbeit nur manuell

Kurzer Eindruck zu Westkamerun: Hoch gelegen auf bis zu 2000m, Feldarbeit mit der Hand, Wasserholen an der Wasserstelle außerhalb des Ortes
Bild 2 und 3: Wasserstelle in der Trockenzeit

Was ist so besonders an Nzindong und Bayangam bzw. an der Region Westkamerun? Anders als in Uganda (Projekt in der Gemeinde Karben-Kloppenheim) können hier keine Handpumpen genutzt werden, da die Region auf 1900m- 2000m Höhe liegt. Um an sauberes Grundwasser als Trinkwasser zu kommen, muss ein Brunnen bis zu 90m tief gebohrt und das Grundwasser mit elektrischen Pumpen gefördert werden. Die Region hat bisher weder das Geld noch das technische Know-how für den Aufbau und die Instandhaltung und Wartung eines Brunnens. Aktuell wird das Wasser aus einem entfernten Fluss, aus Quellfassungen oder aus Tümpeln geschöpft:
Hier wollen wir helfen!
Deshalb fand im Februar 2020 eine Vorerkundung statt. Die Mitglieder der TeoG-Gruppe Franziska Enzmann, Stefan Hartleif sowie Edgar Tagheu aus der Pfarrgemeinde in Karben fuhren gemeinsam nach Kamerun zu Pfarrer Hugo Poka. Bei Ihrer Ankunft in Duala am Flughafen wurden sie von Pfarrer Hugo Poka in Empfang genommen, herzlich willkommen geheißen und sicher nach Nzindong gebracht. Dort angekommen, wurde ihnen von der Dorfgemeinschaft ein großer Empfang mit traditionellem Essen und Tanz und Gesang bereitet. Ein sehr schöner Start für die zweiwöchige intensive Zusammenarbeit, in der sich die Ingenieure ein Bild von der Situation vor Ort in Nzindong und Bayangam machten.
Brunnen in Nzindong:
Zunächst wurde gemeinsam mit einem Geologen und Brunnenbauer sowie einem Solaranlagenbauer die bestmögliche Stelle für die Brunnenbohrung und die Aufstellung der Solaranlage festgelegt. Es bestätigte sich, dass die Bohrung bis 90m Tiefe erfolgen muss und nur eine elektrische Pumpe zur Förderung des Trinkwassers verwendet werden kann.
Da die bestmögliche Bohrstelle etwas außerhalb des Dorfes liegt und die Solaranlage ein stabiles Haus als Aufstellungsort benötigt, musste ein geeignetes Gebäude im Ort gesucht werden, zu dem das Trinkwasser aus dem Bohrloch per erdverlegter Leitung geführt werden kann und das Platz für die notwendigen Speichertanks zur Verfügung stellt.

Was glauben Sie, welches Gebäude sich hier am besten eignet?
Nein, nicht die Kirche und auch nicht das Haus von Pfarrer Poka ---aber es gibt etwas erhöht einen soliden und sehr großzügig gebauten MARIENSCHREIN, der perfekt die Anforderungen erfüllt. Wie wunderbar! Bild 6, 7: Marienschrein als Aufstellungsort für die Trinkwasser- Speichertanks und Zapfstelle an Kirche und Haus von Pfarrer Hugo


Vom Marienschrein aus wird das Trinkwasser über erdverlegte Leitungen an mehrere Zapfstellen im Ort wie Schule, Krankenhaus und Kirche verteilt. Das Konzept steht!
Als Eigenleistung wird die Bevölkerung den Bau der Gräben für die Wasserleitungen und Stromleitungen sowie der Zapfstellen unterstützen.
Die Ausbildung der notwendigen Brunnenwärter werden die Ingenieure von TeoG während der Projektphase übernehmen. Hierzu hat Pfarrer Hugo Poka bereits mehrere Freiwillige aus Nzindong gefunden.
Brunnen und Know-how-Transfer in Bayangam

In Bayangam bietet sich die günstige Gelegenheit mit einem technischen Gymnasium zusammenzuarbeiten. Hier befindet sich bereits ein Brunnen, der mit den Lehrern und Schüler nun verbessert oder so umgebaut werden soll, dass eine ganzjährige Förderung von Trinkwasser möglich ist. Das ermöglicht uns die bestmögliche Weitergabe von technischem Know-how! Bild 8: Edgar Tagheu (Karben) und Stefan Hartleif (Projektleiter TeoG) während der Schulung in Bayangam

Dieses technische Gymnasium hat mit TeoG vereinbart, die Ausbildung der Brunnenwärter – auch für Nzindong – zu übernehmen. Der erste Workshop lief noch während der Vorerkundung. Edgar wird hier eine regionale TeoG-Gruppe im November gründen und so die fortwährende Zusammenarbeit aufbauen.
Die Vorerkundung ist damit erfolgreich abgeschlossen. Die Umsetzung des Projektes ist für November 2020 bis Februar 2021 (in der Trockenzeit) geplant.
Die Gesamtkosten des Projektes liegen nach den aktuellen Angeboten bei geschätzten 30.000 bis 40.000€.
Erfreulicherweise werden die Pumpen im Wert von 2x5.000€ vom Pumpenbauer KSG gespendet.
Trotzdem bleibt ein stattlicher Betrag übrig, der durch Spenden zu sammeln ist. Gemeinsam mit TeoG versuchen wir dieses Projekt zu finanzieren.

Bitte unterstützen dieses wertschöpfende Entwicklungsprojekt durch eine großzügige Spende:
Spendenkonto:. IBAN: DE97 5139 0000 0085 2233 05 BIC: VBMHDE5F (oder auch die anderen Konten der Gemeinden, s. Rückseite des Pfarrbriefes) WICHTIG: Als Spendentitel ist im Verwendungszweck „Trinkwasserprojekt Kamerun“ anzugeben.
Eine Spendenquittung ab 200€ erhalten Sie über das Pfarrbüro unter Angabe Ihrer vollen Adresse, Höhe der Spende und Zeitpunkt der Überweisung.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne per Mail an mich unter: wagner-u@web.de Betreff: Trinkwasserprojekt Kamerun

Dieses Projekt ist so vielversprechend, weil es von Kamerunern für Kameruner konzipiert und mit technischem Know-how und Geld aus unserem Land unterstützt wird.

Der fortwährenden Kontakt von Edgar Tagheu (und TeoG) in seine Heimatgemeinde ist die bestmögliche Garantie für die Nachhaltigkeit dieses Projektes!

Vielen Dank im Voraus für Ihre Spende!

Ulrike Wagner

Autor: Alfred Lauschke

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